Aktuelles

CDU Augustdorf Mitgliederversammlung
Vom: 03.12.2014

Eine junge Gemeinde stellt sich vor

„Mit weniger Geld in der Kasse – mehr Leistungen erbringen“. Augustdorfs stellvertretender CDU-Fraktionsvorsitzender Wolfgang Huppke informierte auf der Versammlung der CDU Augustdorf die Parteimitglieder über die aktuelle Lage der Gemeinde. Bürgermeister Dr. Andreas Jürgen Wulf berichtete im Anschluss detailliert über Gegenwart und Zukunft einer Gemeinde, die in Zeiten des demographischen Wandels und sinkender Einwohnerzahlen auf dem Land ein besonderes Plus für sich verbuchen kann: Augustdorf ist NRW-weit die jüngste Gemeinde. Sie hat den höchsten Anteil Jugendlicher unter 18 Jahren, hohe Geburtenraten sowie eine positive Bevölkerungsprognose. 

CDU Augustdorf November Versammlung

Berichteten über die politische Arbeit in NRWs jüngster Gemeinde Augustdorf: (v.li.) Frank Salomon (Gemeindeverbands-Vorsitzender), Lutz Müller (stellvertretender Bürgermeister), Bürgermeister Andreas J. Wulf und der stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende Wolfgang Huppke.

Ein wichtiges CDU-Thema ist für Wolfgang Huppke daher der Ausbau von Schulen und Kindergärten sowie die Zukunft des örtlichen Freibads, das in diesem Jahr aufgrund des reparaturbedürftigen Zustands erstmals geschlossen blieb. Augustdorf hat bislang zwei Grund-, eine Haupt- und eine Realschule. Der Gemeinderat hat einstimmig beschlossen, dass die Grundschulen und die Realschule erhalten bleiben. Die Hauptschule muß hingegen wegen zu geringer Schülerzahlen auslaufen.  Auch über eine Sekundarschule wurde diskutiert:  „Aber Jahrgängen von unter 100 Grundschülern ist die Schülerzahl für den Aufbau einer Sekundarschule zu gering“, stellt der Bürgermeister fest. Die Sekundarschule ist zudem eine gebundene Ganztagsschule. Zukunftsweisend sei hingegen das Konzept, im Sekundarbereich I freiwillige Ganztagsangebote zu unterbreiten.

Der Bedarf an Kindergartenplätzen in Augustdorf steigt, vor allem im Bereich der „U3-Betreuung“. „Das bedeutet kleinere Gruppen, mehr Bedarf“, verdeutlichte Wulf. So soll der Unterstufentrakt der Hauptschule im rechten Bereich zukünftig Kindergarten werden. Zugleich werde das Betreuungsgeld in Augustdorf gut angenommen. Wulf: „Etwa 100 Familien erhalten zur Zeit das Betreuungsgeld und geben ihre Kinder nicht in eine Krippe“. Während es bei einigen KiTas in der Gemeinde Wartelisten gäbe, würde die neue KiTa an der Haustenbecker Straße derzeit nur 18 Kinder betreuen – bei weit höherer Kapazität. „Wir müssen beim angedachten Umzug dieser KiTa in die Hauptschule im Blick behalten, hier nicht in einen Leerstand zu investieren“, mahnte CDU-Ratsmitglied Wolfgang Huppke. Ob auch die Offene Jugendarbeit in 2016/17 in die Hauptschule umziehen wird, muß der Rat noch beschließen. Das Heidehaus, so Wulf „ist ein wichtiger Arbeitgeber. Es wird durch die Übertragung der Offenen Kinder- und Jugendarbeit gestärkt.“

Auch das Freizeitangebot und hier das Freibad ist in einer zukunftsorientierten Gemeinde ein wichtiger Standortfaktor. „Aber können wir uns das leisten“, mahnte CDU-Vize Fraktionschef Huppke. Derzeit, so verdeutlichte Bürgermeister Wulf fließen mehr als vier Millionen Euro in den Bereich Kinder und Jugend für Schulen, Kitas, Spielplätze, Jugendhilfe, Sportförderung und das Freibad. Letzteres hatte 2011 und 2012 mit sehr niedrigen Besucherzahlen zu kämpfen. Der Sanierungsbedarf belaufe sich auf „zwei bis drei Millionen Euro“, so Wulf. „Aber wir brauchen eine Badegelegenheit für unsere Einwohner“, erklärte der Bürgermeister und stellte in diesem Zusammenhang zwei Projekte vor, die den Freizeitwert von Augustdorf insgesamt heben werden: zum einen die Nassabgrabung  am Kohlenweg, wo ein Badesee mit Strand entstehen könnte. Hier hat sich die Gemeinde ein Nutzungsrecht sichern lassen. Zum anderen das Naturschutzgroßprojekt Senne. Dazu Wulf: „Ich sehe hier auch eine große Chance für die Gastronomie im Heidehaus“.

Ein gepflegtes Straßenbild ist Augustdorf ebenfalls ein Anliegen. Dazu würde der Bürgermeister gerne einen weiteren Mitarbeiter im Bauhof einstellen. Wulf: „Gerade in den Sommerferien kommt es aufgrund von notwendigen Baumaßnahmen an den Schulen und gleichzeitigem Mitarbeiterurlaub zu Engpässen. Inzwischen haben  die Beete wieder einen guten Zustand. Zukünftig sollen verstärkt Aufträge vergeben werden. In der Straßen- und Beetpflege soll der Fokus auf die citynahen Bereiche wie Rosenstraße und Pivitsheider Straße gesetzt werden“. Die Lücke können, so fügte CDU-Politiker Wolfgang Huppke hinzu, sogenannte „Beet-Patenschaften“ für Bürger schließen. Huppke: „Die Beetparty als Belohnung für diese Bürgeraktivitäten wird von allen Parteien befürwortet“.

Auch das Thema Flüchtlinge und Asylbewerber bewegt die Kommunalpolitiker. Die dezentrale Unterbringung an drei Orten in der Gemeinde wird allgemein begrüßt. Bemängelt wird die mangelnde Finanzausstattung der Gemeinde von Bund und Land. Dazu Wulf: „Es gibt neun Bundesländer, in denen die Kommunen in dieser Kostenfrage zu einhundert Prozent unterstützt werden. Hier in NRW sind es im Durchschnitt rund 20, in Augustdorf 35 Prozent“. Das sei angesichts der Vorgaben von außen und keinerlei Steuerungsmöglichkeit für die Kommune mit gleichzeitiger Haushaltssicherung ein nicht tragbarer Zustand. Mit derzeit rund 40 aufgenommenen Personen ist die Gemeinde Augustdorf an den Kapazitätsgrenzen angelangt. Derzeit werde das alte Pfarrheim der katholischen Kirche renoviert, berichtete Wolfgang Huppke aus der CDU-Fraktionsarbeit. Huppke: „Das bietet Platz für weitere zwölf Personen. Es bleibt aber die Frage, was mit den Pavillons im Industriegebiet geschehen soll. Das Ziel muss sein, diese in einen ordentlichen Zustand zu versetzen“. Gleichzeitig habe die bisherige Renovierung bereits „einige Zehntausend Euro gekostet“, so Huppke.

Insgesamt sieht sich die CDU Augustdorf gut aufgestellt, wie Gemeindeverbands-Vorsitzender Frank Salomon unisono mit dem stellvertretenden Fraktionschefs Huppke abschließend erklärten: „Wir unterstützen Dr. Andreas Wulf, einen kompetenten, engagierten und erfolgreichen Bürgermeister. Unser Fraktionsstatus mit weiterhin zwölf Sitzen ist gleich geblieben und so werden wir auch in Zukunft mit einer Politik der Ruhe und Sachlichkeit überzeugen“.

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