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LZ-Interview mit CDU-Extertal Fraktionschef Ulrich Hilker
Vom: 08.01.2015

"Ich sehe Extertal als Pilotkommune"

Ulrich Hilker will Bürgermeister werden

Extertal-Bösingfeld. Nachdem Hans Hoppenberg angekündigt hat, zu den nächsten Bürgermeisterwahlen im September nicht mehr anzutreten, schickt die CDU Extertal, die bislang den parteilosen Amtsinhaber unterstützte, mit ihrem Fraktionsvorsitzenden Ulrich Hilker einen eigenen Kandidaten ins Rennen. Die LZ sprach mit dem 52-jährigen Sparkassenbetriebswirt über seine Ziele, Überzeugungen und Ideen für das Extertal.

Hilker, Ulrich, Bürgermeisterkandidat
Der Kandidat: Die Extertaler CDU schickt Ulrich Hilker
ins Rennen um den Chefsessel im Rathaus.

LZ: Herr Hilker, fangen wir mit dem Menschen Ulrich Hilker an: Was machen Sie? Wie leben Sie? Wofür stehen Sie?

ULRICH HILKER: Ich bin das, was mein ein echtes Extertaler Kind nennt. Im April 1962 geboren, Besuch der Grund- und Hauptschule in Extertal, Abitur in Rinteln, Ausbildung zum Sparkassenbetriebswirtundseit 2010 Abteilungsleiter mit Personalverantwortung in der Sparkasse Paderborn-Detmold. Ich bin seit 2005 in zweiter Ehe mit meiner Frau Bianca verheiratet. Zur Familie gehören zwei erwachsene Töchter. Ich wohne in Bösingfeld in der Waldstraße in meinem Elternhaus. Wenn ich nicht in Ausschüssen oder in Ratssitzungen tätig bin, engagiere ich mich in der Schützengesellschaft Bösingfeld, dem TSV Bösingfeld und bin außerdem Mitglied im Landwirtschaftlichen Verein Extertal.

LZ: Wie sah Ihre politische Laufbahn bis jetzt aus?

HILKER: Ich trat 2005 in die CDU Extertal ein. Die CDU deshalb, weil ich finde, dass diese Partei für eine ehrliche, bodenständige Politik steht. Bereits 2005 wurde ich als sachkundiger Bürger in den Rat der Gemeinde berufen. Ich war im Betriebsausschuss, wo ich 2009 zum Vorsitzenden gewählt wurde. Seit Juni bin ich Vorsitzender des Finanz- und Wirtschaftsausschusses, jetzt auch Fraktionsvorsitzender und stellvertretender Bürgermeister.

LZ: Nun streben Sie das Bürgermeisteramt an – in schweren Zeiten. Extertal steht kurz vor dem Nothaushalt. Sparen, sparen, sparen ist angesagt. Macht da Politik überhaupt noch Spaß?

HILKER: Auf jeden Fall – vor allem, weil Geld und Finanzen, die Dinge, um die sich fast alle Diskussionen in Extertal drehen, genau meine Domänen sind. Die Konsolidierung unserer Finanzen und die Senkung der Kosten werden ein wichtiger Eckpfeiler meiner Politik sein.

LZ: Nett gesagt, aber schon oft gehört von eigentlich allen Politikern. Haben Sie neue Ideen? Müssen die Bürger möglicherweise den Gürtel noch enger schnallen und auf noch mehr Dinge verzichten?

HILKER: Sparen muss nicht immer auf Kosten des Bürgers gehen. Ein Beispiel: der Bauhof der Gemeinde Extertal. Wir als CDU haben den Antrag gestellt, ihnüber den Kreis Lippe zu organisieren. Wir sprechen immer von interkommunaler Zusammenarbeit. Hier können wir sie leben. Jeder landwirtschaftliche Maschinenring macht es uns Politikern vor, wie man mit Personal- und Technikressourcen durch Aufgabenbündelung sinnvoll und ökonomisch umgeht. Ich sehe Extertal als „Pilotkommune“ für das ländliche Entwicklungskonzept „Lippe 2025“. Ein persönliches Anliegen bei allen politischen Entscheidungen ist mir, die Extertaler Bürger immer durch direkte Information und die Möglichkeit zu aktiver Mitarbeit auf dem gemeinsamen Weg mitzunehmen.

(Quelle: Lippische Landeszeitung v. 31.12.2014)

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