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Ideensammlung für Entwicklungskonzept "Lippe 2025" an Landrat Friedel Heuwinkel übergeben
Vom: 10.03.2015

Dreißig Seiten Ideen für Lippes Zukunft

Wie soll Lippe in zehn Jahren aussehen? Dazu hatte sich die lippische CDU imletztenHalbjahr Gedanken gemacht – unter anderem auf einem Arbeitsparteitag im Dezember. Jetzt überreichten die CDU Lippe, die CDU Kreistagsfraktion und die Junge Union ein dreißig Seiten starkes Papier mit den erarbeiteten Ideen zum Entwicklungskonzept „Lippe 2025“ an Landrat Friedel Heuwinkel.

Ideensammlung

Nimmt viele Denkanstöße von der CDU Lippe zum Integrierten Entwicklungskonzept „Lippe 2025“ mit: Landrat Friedel Heuwinkel (li.) mit (v.li.) Andreas Kasper (CDU-Fraktionsvorsitzender, Chris Steinmeier (Kreisvorsitzender der Jungen Union) und Kerstin Vieregge (CDU-Kreisvorsitzende).

Der Ort der Übergabe hätte nicht passender sein können. Schwelentrup ist „Gold-Dorf“ im Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“, hat eine aktive Dorfgemeinschaft, ist LEADER-Region und ist, was die Wohnsituation betrifft, nahezu „ausgebucht“, wie Dörentrups Bürgermeister Friedrich Ehlert den CDU-Abgesandten bei einem Dorf-Rundgang berichtete. Vor der malerischen Kulisse der Schwelentruper Stallscheune, die als Zukunftsprojekt mit bürgerschaftlichem Engagement entstand, stellte Dörentrups erster Bürger den 1200 Einwohner zählenden Ortsteil kurz vor. „Hier in Schwelentrup passen die weichen Standortfaktoren“, erklärte Ehlert mit Blick auf die Dorfgemeinschaft „Schwelentrup aktiv“, die bereits zahlreiche Projekte realisierte – so auch das Ziel des kleinen Spaziergangs durch Kurpark, Spiel- und Rastplatz: den vom Verein betriebenen „Bürgerkeller“, eine Gaststätte, die durch den Einsatz Ehrenamtlicher als Dorftreffpunkt erhalten werden konnte.

In der urigen Gaststätte mit dem Charme der 80er-Jahre und seit Neuestem auch schäumendem Märzen-Bier, empfing „Hausherr“ Frank Fiebig, Vorsitzender von „Schwelentrup aktiv“ die Gäste der CDU Lippe und nutzte die Gelegenheit, dieses in Lippe einzigartige Projekt, das unter dem Motto „Die Kneipe bleibt im Dorf“ steht, kurz vorzustellen. Fiebig: „Seit gut drei Jahren betreibt der Verein die Gaststätte. Dabei haben wir rund 2000 ehrenamtliche Arbeitsstunden geleistet und konnten mit dem Erlös des Bürgerkellers eine fünfstellige Summe für Projekte im Ort spenden“.

Fiebig, Frank
Informierte über den Schwelentruper "Bürgerkeller", die von Ehrenamtlichen betriebene Dorfkneipe:
Frank Fiebig, Vorsitzender von "Schwelentrup aktiv".

Die Infrastruktur und die Mobilität in den lippischen Orten trotz des demographischen Wandels erhalten – das war auch das zentrale Thema, das der CDU Lippe in den Ideen-Workshops begegnete. „Ärztliche Versorgung und der Öffentliche Personen-Nahverkehr – das tauchte in nahezu allen Workshops als gravierendes Zukunftsproblem stets zuerst auf den Tisch“, erinnerte sich die CDU-Kreisvorsitzende Kerstin Vieregge.

In verschiedenen Workshops erarbeiteten die CDU Mitglieder gemeinsam mit Gästen und Verwaltungsfachleuten einen „Masterplan für die Zukunft Lippes“, so Andreas Kasper, CDU-Fraktionsvorsitzender. Lipper-Bekenntnisse statt Lippen-Bekenntnisse war das Schlagwort der Veranstaltung, deren Ergebnisse nun in einem dreißigseitigen Papier der Kreisverwaltung vorliegen und nach Prüfung in das Entwicklungskonzept „Lippe 2025“ einfließen werden.

Einige von ihnen stellte Kasper den Anwesenden in Schwelentrup kurz vor. Besonders faszinierend und innovativ dürfte die Idee sein, den Leerstand in Lippe mit Hilfe von Jugendlichen zu bekämpfen, die ein Haus zur Sanierung in Eigenregie und späteren Nutzung erhalten. Leerstand bekämpfen, das ist auch das Ziel der nächsten Idee: einer „Abwrackprämie“ für städtebauliche Schandflecken. Das Problem des steigenden Altersdurchschnitts mit Pflegebedürftigkeit greift der Vorschlag auf, pflegeunterstützende Dienste mit familienunterstützenden zu koppeln. Ein touristisches Highlight für Jung und Alt könnte die Idee werden, einen Römerkastell-Abenteuer-Spielplatz am Hermann zu errichten. „Dies sind eine ganze Reihe Ideen. Nun gehen sie in die Verwaltung zur Prüfung“, erklärte Kasper. Als Zukunfts-Modell für die parteiinterne Arbeit wertete Kerstin Vieregge das Workshop-Modell. Vieregge: „Dieser Prozess war für uns alle neu. Aber die Diskussionen haben Spaß gemacht, waren fruchtbar, förderten das gegenseitige Kennenlernen und haben den eigenen Horizont erweitert. Ich kann mir gut vorstellen, diese Methode auch für die Erarbeitung von Grundsatzprogrammen und Themenpapieren zu nutzen“. 

Landrat Friedel Heuwinkel bedankte sich abschließend bei der CDU Lippe für diese kreative „Steilvorlage“, die bereits in eine gut verwertbare Form gebracht wurde. Heuwinkel: „Ich nehme viele Gedankenanstöße mit und freue mich, hier in Schwelentrup zu sehen, dass auch in finanziell schwierigen Zeiten eine kleine Gemeinde vielfältig und kreativ sein kann. Nach diesem Beispiel gilt es, die Infrastruktur und die ärztliche Versorgung in ganz Lippe zu entwickeln“.  

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