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Stellungnahme zur Zukunftsfrage Lippes
Vom: 19.03.2015

„Die Debatte läuft bereits. Und zwar für alle mit allen.“

Ausführlich haben alle Parteien im lippischen Kreistag zum Haushaltsentwurf Stellung genommen. Dabei drehten sich die geführten Debatten auch immer wieder um die Frage, wie sich Lippe – auch im Vergleich mit den benachbarten Kreisen und der Stadt Bielefeld – in Zukunft aufstellen soll.

„Durch die Initiierung des Integrierten Entwicklungskonzeptes 2025 für den ländlichen Raum Lippe, kurz EK 2025, hat Landrat Friedel Heuwinkel mit seiner Verwaltung die Zukunftsfrage schon im letzten Jahr gestellt. Daher gilt: Die Debatte läuft bereits. Und zwar mit allen für alle“, sagt Kerstin Vieregge, Kreisvorsitzende der CDU. „Der Landrat hat viel Weitsicht gezeigt, als er den Prozess in die Gremien einbrachte. Es ist offensichtlich gelungen auch andere für die Zukunftsfrage zu begeistern“, sagt sie mit Blick auf die Rede von Werner Loke, Fraktionsvorsitzender der Grünen, im Kreistag.

Vieregge, Kerstin

Sieht Lippe und seinen Landrat Friedel Heuwinkel
gut vernetzt und für die Zukunft gerüstet: die CDU-Kreisvorsitzende Kerstin Vieregge.

Vieregge weist darauf hin, dass Lippe schon jetzt über die Kreisgrenzen hinaus aktiv an vielen Kooperationen und Projekten beteiligt ist. „Der Kreis Lippe ist an acht von zwölf Projekten, der von Loke so bezeichneten OWL 4.0, beteiligt. Noch intensiver zeigt sich das im Spitzenclusterprojekt ‚it’s owl‘. Hier nehmen zahlreiche lippische Firmen an dem 100 Millionen Programm teil. Auch die Aktivitäten des CIIT in Lemgo, getragen von der privaten Wirtschaft und der Hochschule OWL sind ein umgesetztes Beispiel im Hinblick auf Industrie 4.0“, so Vieregge. Mit dem Förderteam in der Wirtschaftsförderung des Kreises Lippe sei zudem ein erfolgreiches Netzwerk geschaffen worden, das über Lippe, die Bezirksregierung Detmold, Düsseldorf, Berlin bis nach Brüssel agiere, wahrgenommen und gefragt werde.

„Lippe reagiert nicht, es agiert und nimmt seine Zukunft selbst in die Hand“, betont Vieregge und führt auch die zahlreichen Aktivitäten der Städte und Gemeinden an. „Kooperationen über Kreisgrenzen hinweg sind notwendig. In jeder Beziehung. Wir gehen selbstbewusst in die Kooperation und wo es sinnvoll ist, übernehmen wir die Führung“, sagt Vieregge. Während der Debatte im Kreistag hatte Loke die Frage aufgeworfen, inwieweit überhaupt noch von einer lippischen Identität gesprochen werden könne, wenn sich lippische Städte und Gemeinde zunehmend an den angrenzende Kreisen und der Stadt Bielefeld orientieren würden. Kerstin Vieregge hält dagegen. Sie sieht keinen Widerspruch zwischen lokaler Identifizierung und grenzüberschreitender Zusammenarbeit: „Wenn lippische Städte und Gemeinden mal über den Tellerrand nach OWL schauen, ist das eine sehr positive Entwicklung und stört die Identität Lippes und unser Selbstverständnis in keiner Weise.“

„Mit Friedel Heuwinkel als Landrat an der Spitze haben wir einen erfahrenen Politiker und Verwaltungschef. Er ist vernetzt in allen wichtigen Gremien, in denen übergeordnete Entscheidungen getroffen werden. Er durchschaut wie kein anderer die laufenden Prozesse und positioniert Lippe vortrefflich. Das wird in den nächsten Jahren für uns von großer Bedeutung sein, um den ländlichen Raum im richtigen Verhältnis zu den Oberzentren, Regiopools und Metropolen zu positionieren“, sagt die Kreisvorsitzende und betont abschließend: „Wir freuen uns auf diese Aufgabe!“

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