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CDU Stadtverband Oerlinghausen ehrt langjährige Mitglieder
Vom: 25.10.2015

Gastreferent Cajus Caesar spricht zum Thema „Herausforderungen“

Oerlinghausen. Es war eine ausgesprochen angenehme Aufgabe, die Angelika Lindner, Vorsitzende des CDU-Stadtverbands Oerlinghausen am Freitag gleich zu Beginn des Mitgliedertreffens übernahm. Mit Franziska Teckentrup und Dieter Kochsiek konnte sie  zwei langjährige CDU-Mitglieder ehren.

Oerlinghausen Ehrungen 2015

Geehrte, Gastredner und Vorstand der CDU Oerlinghausen: (v.li.) Angelika Lindner (Stadtverbandsvorsitzende), Stephan Heidbrink (Vorstand), Dieter Kochsiek (40 Jahre Mitgliedschaft), Antje Maske (Vorstand), Gastredner MdB Cajus Caesar, Franziska Teckentrup (35 Jahre Mitgliedschaft) und Hans-Josef Hünerbein (Vorstand).

Franziska Teckentrup ist 35 Jahre in der Partei. Bereits im Alter von 14 Jahren trat sie in die Junge Union ein. Noch vor dem Abitur wurde sie im Alter von 18 Jahren CDU-Mitglied. Teckentrup studierte Lehramt in Hannover und war 25 Jahre im Schuldienst im Berufskolleg tätig. Während ihrer aktiven Zeit in der CDU vor Ort war sie Vorsitzende des Stadtverbandes sowie stellvertretende Kreisvorsitzende. In der Kommunalpolitik engagierte sie sich mehrere Jahre im Stadtrat und als sachkundige Bürgerin. Zuletzt war sie Ratsmitglied in 2004.

Dieter Kochsiek wurde für 40 Jahre Mitgliedschaft in der CDU geehrt. Kochsiek ist mit dem Ort und der Kommunalpolitik eng verbunden. Er war stets politisch interessiert und brachte sich im Stadtverband und in der Fraktion ein. Zwei Jahre lang war er Stadtverbandsvorsitzender. Er war Mitglied der Gesellschafterversammlung der Stadtwerke. In seiner Freizeit engagiert sich der begeisterte Schütze im örtlichen Schützenverein. Als Oberst stand er an der Spitze des Vereins.

Im Anschluss an die Ehrungen referierte der Ehrengast des Abends, Bundestagsabgeordneter Cajus Caesar zum Thema „Herausforderungen“. „Ich habe das Thema der Rede absichtlich so allgemein gefasst“, ließ er wissen und schnitt im Laufe seines Vortrags so unterschiedliche Themen an wie den Haushaltsausgleich, die Griechenland-Subventionen und das mit Abstand auch an diesem Abend meistdiskutierte Thema „Flüchtlinge“.

Nach einem kurzen Überblick über die vom Bund nach Lippe transferierten Haushaltsmittel für beispielsweise den vorbeugenden Hochwasserschutz, Bildung und Forschung sowie die Straßen-Infrastruktur betonte Caesar: „Die Bundespolitik ist nah an Lippe dran“ womit er persönlich auch den Wunsch nach engem Kontakt zur Parteibasis vor Ort aussprach. Caesar: „Der Bund und die Kommunen müssen eng verzahnt sein“.

Zum Thema Griechenland, das derzeit in den Medien von der allgegenwärtigen Flüchtlingspolitik verdrängt wird, machte Caesar nochmals deutlich, warum er bei der zweiten Zahlungstranche nur verbunden mit einem persönlichen Kommentar zustimmte und die dritte Zahlung nunmehr ablehnte. Caesar: „Ohne Leistung keine Gegenleistung. Die Zahlungen an Griechenland haben Signalwirkung“ und gedachte dabei der ebenfalls krisengeschüttelten EU-Länder Irland oder Spanien, die geforderte Auflagen erfüllten.

Krise – dieses Wort ist derzeit zumeist als „Flüchtlings-Krise“ zu hören und zu lesen. Cajus Caesar erklärte an diesem Abend die jüngste Gesetzesänderung im Asylrecht „für die wir vor einigen Monaten noch keine Mehrheit gefunden hätten“, so der Politiker. Die Hauptpunkte sind eine Verkürzung des Asylverfahrens verbunden mit einer Stellen-Aufstockung bei den bearbeitenden Behörden, Hotspot-Registrierungspunkte an den Außengrenzen, Sachleistungen statt Bargeld, Abschiebung ohne Termin-Vorankündigung und die Definition weiterer sicherer Herkunftsländer. In der intensiven Debatte im Anschluss an seinen Vortrag beantwortete Caesar Publikums-Fragen wie die nach einem Soli für Flüchtlinge oder nach Zwangseinweisungen in leer stehende Immobilien.

Caesar: „Steuererhöhungen in den nächsten zwei Jahren können wir ausschließen, denn durch Umschichtungen sind die Jahre 2015/2016 abgesichert“. Gleichzeitig forderte er mehr EU-Gelder für Flüchtlings-Auffanglager in den Transitstaaten. Zwangseinweisungen für Immobilienbesitzer hält der Bundespolitiker für unrealistisch. Caesar: „Es gibt genügend Immobilien in Bundesbesitz sowie Gelder für deren Herrichtung“.

 

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