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Erweiterung der Christian Morgenstern Schule in Detmold
Vom: 03.06.2016

CDU stellt Kinder mit Förderbedarf in den Mittelpunkt

Die CDU-Kreistagsfraktion macht sich stark für die kreiseigenen Förderschulen. Die Christdemokraten um ihren Vorsitzenden Andreas Kasper sehen diese als „wichtige Säule inklusiver Schulentwicklung“ in Lippe. Im Bildungsausschuss haben sie sich jetzt für konkrete Maßnahmen ausgesprochen, zu denen der Erweiterungsbau der Christian-Morgenstern-Schule in Detmold gehört.

Christian Morgenstern Schule

Soll erweitert und umgebaut werden: die Christian Morgenstern Schule im Detmolder Stadtteil Hohenloh. (Foto: mit freundl. Genehmigung. Chr. Morgenstern Schule)

2,25 Millionen Euro sind veranschlagt für An- und Umbau der Schule mit Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung (ESE). Vier neue Klassen mit Nebenräumen, ein neuer Speiseraum, verbesserte Möglichkeiten für differenzierten Unterricht und Therapie, je ein Werk-, Computer-, Kreativ- und Besprechungsraum sowie ein Förderraum für intensivpädagogische Angebote sollen damit entstehen.

Bei immer mehr Kindern seien extreme psychische Auffälligkeiten festzustellen. „Dem hohen Förderbedarf dieser Kinder wollen wir gerecht werden und dafür brauchen wir die nötigen Ressourcen“, weiß Ralf Mühlenmeier, bildungspolitischer Sprecher der CDU. Ausdrücklich will seine Fraktion damit den Empfehlungen aus dem 2014 vorgelegten Gutachten „Förderschulen und Inklusion“ folgen, das fordert, nicht das Erreichen politischer Ziele, sondern die Kinder mit Förderbedarf in den Mittelpunkt der Inklusionsbemühungen zu stellen.

Mühlenmeier, Ralf - Klein

Setzt sich für Kinder mit Förderbedarf ein:
Ralf Mühlenmeier, bildungspolitischer Sprecher der CDU Lippe.

„Gerade für die ESE-Förderschulen verzeichnen wir steigende Schülerzahlen. Mit einer Trendumkehr ist nicht zu rechnen. Vielmehr wird auch eine zunehmende Zahl traumatisierter Kinder mit Migrationshintergrund die Schule besuchen“, erläutert Mühlenmeier die Raumnot an der Christian-Morgenstern-Schule. Hinzu komme, dass das Land die Klassengröße für die ESE-Förderschulen von 14 auf 17 Kinder zugunsten der Orte des gemeinsamen Lernens angehoben habe. In den bestehenden Räumen sei damit ein geordneter Unterricht, in dem die individuellen Förderbedarfe der Kinder berücksichtigt werden können, nicht mehr möglich. Die CDU trage daher die vom Eigenbetrieb Schulen vorgelegten Erweiterungspläne für die Christian-Morgenstern-Schule geschlossen mit, sieht allerdings auch das Land in der Pflicht, die Mehrkosten anzuerkennen und auszugleichen. Bisher ist dies nicht der Fall.

 

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