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CDU Lippe kommentiert: Übergabemodalität Flüchtlingswohnheim Oerlinghausen
Vom: 13.02.2017

Neuer Besen kehrt nicht immer gut

Das altbekannte Sprichwort vom Besen musste Heike Görder, CDU-Landtagskandidatin aus Bad Salzuflen, einfach abwandeln. Die Politikerin ärgert sich – wie viele Oerlinghauser Bürger – maßlos über die Modalitäten der Übernahme einer Flüchtlingsunterkunft in der Bergstadt. Die ehemalige Hellweg-Klinik – bislang zentrale Erstaufnahmeeinrichtung, jetzt Übergangswohnheim für Menschen mit geringer Bleibeperspektive - wechselte nach einer Neu-Ausschreibung der Bezirksregierung am 1. Februar den Betreiber: von den Johannitern zum Deutschen Roten Kreuz. Am kleinen Wort „besenrein“ im Übergabevertrag, das eine große Verschrottungs-Aktion mit sich zog, erhitzen sich nun die Gemüter.

Görder, Heike

"Tausende Euro verbrannt": Heike Görder, CDU-Landtagskandidatin,
kritisiert die Übergabemodalitäten des Flüchtlingswohnheims Oerlinghausen

„Hier wurden Tausende Euro einfach verbrannt“, erklärt Görder, der eine Summe von 125.000 Euro aus Steuermitteln für die Neu-Möblierung der Räume zugetragen wurde. Görder erhielt Nachfragen von Oerlinghauser Bürgern dazu Fotos, die zeigen, wie neuwertige Stühle, Betten, Tische in Container geworfen und bei winterlichem Wetter im Freigelände gestapelt wurden. Anfang Januar zogen die bisherigen Bewohner aus. Im Lauf des Januars musste die Anlage „besenrein“ geräumt werden. Görder: „Die Fotos zeigen, dass die Möbel ganz klar nicht, wie in der Presse zu lesen, eingelagert und anderswo weiter verwendet werden nachdem der neue Betreiber eine Übernahme ablehnte“.

HellwegKlinikSchrott
Keine Einlagerung, sondern Verschrottung neuwertiger Möbel im Januar 2017 in der Flüchtlingsunterkunft ehemalige Hellweg-Klinik Oerlinghausen. (Foto: Privat)

Wie ihre Oerlinghauser CDU-Parteikollegin Angelika Lindner fragt sich auch Heike Görder: „Wer hat eine solche Ausschreibung zu verantworten?“ Viele Menschen hätten für die Ausstattung der Räume gespendet. „Ein solches Vorgehen ist ein Schlag ins Gesicht für alle Ehrenamtlichen“, sagt Görder, die sich auch um die Zukunft der ehemaligen Mitarbeiter der Einrichtung sorgt, die vom neuen Betreiber nicht übernommen wurden.

Welcher Besen hat hier gekehrt – sprich: „Wer hat ein solches heilloses Chaos bei der Betriebsübernahme zu verantworten?“ Auf Veranlassung von Heike Görder hat die CDU Landtagsfraktion nun eine kleine Anfrage im Düsseldorfer Landtag gestellt.

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