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CDU Lippe kommentiert: ÖPNV-Sozialticket und Mobilität im ländlichen Raum
Vom: 20.02.2017

Zur Forderung der Einführung eines Sozialtickets im Busverkehr

„Die Forderung der SPD ist nicht unbedingt abzulehnen, aber zu kurz gesprungen“, meint die CDU-Kreisvorsitzende Kerstin Vieregge. „Es gibt viele weitere Personengruppen, die in den Genuss einer höheren finanziellen Förderung kommen sollten, beispielsweise Azubis, Senioren, Arbeitslose und vor allem geringverdienende Familien. So gibt es auch aktuell die verschiedensten vergünstigten Tarife. Ob diese allerdings günstig sind, bezweifle ich. Für einen Azubi in der Preisstufe 4 kostet das Monatsticket über 100 Euro.

Auge Sozialticket im Blick behalten
Das Ziel der CDU-Bundestagskandidatin Kerstin Vieregge:
ein ganzheitliches Konzept für die Mobilität im ländlichen Raum.

Nun aber für eventuell infrage kommende Gruppen weitere Tarife auszuloten, hält die CDU für den falschen Ansatz. Einen Tarifdschungel aufzubauen, bringt uns nicht weiter - weder den Kunden noch den Busfahrern. Deshalb plädiert die CDU für ein schlankes Tarifsystem.

Wie bereits bei der Ideenfindung zum Entwicklungskonzept 2025 (Leuchtturm Mobilität) meinen wir, dass die komplette Mobilität im ländlichen Raum neu durchdacht werden muss. So gab es schon vor anderthalb Jahren den Auftrag zur Überprüfung, wie man Zubringer zu Schnellbuslinien gewährleisten kann, beispielsweise durch Dorfautos, Anrufsammeltaxen, elektrische Fahrräder, Bürgerbusse, etc. Dies sollte mit einem Lippe-Ticket unterfüttert werden. Dass es bei der Tarifgestaltung Vergünstigungen geben kann, war und ist selbstverständlich, aber bitte für alle Gruppen mit geringem Einkommen.

Gerade jetzt, wo das Zukunftskonzept 2025, wie das Konzept nun heißt, wieder ins Leben gerufen wurde und es am 03.03. eine Veranstaltung mit großer Beteiligung der Bevölkerung geben soll,  hält es die CDU für nicht ratsam, mit einzelnen Maßnahmen zu starten. Wir sollten die Ergebnisse abwarten.

Außerdem war in der Großen Koalition im Kreistag vereinbart, dass wir uns erst auf die verschiedenen Leitbilder, wie z. B. „Lippe entwickelt funktionierende Mobilität im ländlichen Raum“ verständigen, um uns dann um einzelne Handlungsfelder zu kümmern. Bei dem so wichtigen Thema Mobilität brauchen wir allerdings ein ganzheitliches Konzept für den Kreis Lippe und die angrenzenden Nachbarkreise. Dieses sollte zusammen mit Experten ausgearbeitet werden, um den Bedürfnissen der Bevölkerung zu entsprechen. „Es kann nicht sein, dass ein Azubi oder Arbeitssuchender eine Stelle nicht antreten kann, weil er keine Möglichkeit hat, diese zu erreichen oder das Ticket schon ein Viertel seines Verdienstes kostet. Auch über den so genannten Discobus lohnt es sich noch einmal zu diskutieren. Wir schlagen deshalb vor, eine Arbeitsgruppe mit Bürgern, Experten und Politik zu installieren, um dann auszuloten, mit welchen Fördertöpfen von der EU, dem Bund und dem Land dieses wichtige und anspruchsvolle Ziel umgesetzt werden kann“, befindet  Kerstin Vieregge abschließend.

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