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Gründlichkeit vor Schnelligkeit
Vom: 12.04.2013

CDU Lippe fordert ausreichende Ressourcen für Inklusionsprozess

"Gründlichkeit vor Schnelligkeit!", so formuliert Klaus Kaiser, stellvertretender CDU-Landtagsfraktionschef und aktiv im Arbeitskreis Schule und Weiterbildung, eine zentrale Forderung seiner Partei für den Inklusionsprozess. Auf Einladung des CDU-Vorsitzenden Cajus Caesar diskutierten Kaiser und sein lippischer Landtagskollege Walter Kern das Thema intensiv mit den Partei- und Fraktionsspitzen der CDU in Lippe.

"Inklusion kann nicht von heute auf morgen an allen Schulen eingeführt werden. Der Umstrukturierungsprozess muss schrittweise vollzogen werden", gab Kaiser zu bedenken. Die Qualität des Unterrichts müsse auch für ein inklusives Bildungssystem im Mittelpunkt stehen und die Zusammenführung brauche daher Zeit. Die CDU setzt auf eigene und freiwillige Initiative: "Schulen, die sich auf den Weg der Inklusion machen wollen und damit eine Vorreiterrolle spielen, müssen mit zielgerichteten und garantierten Beratungs- und Fortbildungsmodulen für das ganze Kollegium unterstützt werden", schlug Kaiser vor. Mit den lippischen Christdemokraten war er einig: "Die hohe Professionalität und der hohe Standard, mit dem Kinder und Jugendliche mit Behinderungen heute in Nordrhein-Westfalen gefördert werden, dürfen bei der Inklusion nicht unterschritten werden."


Fordern gemeinsam Gründlichkeit vor Schnelligkeit
im Inklusionsprozess: Bundestagsabgeordneter Cajus Caesar
und die beiden Landtagsabgeordneten Klaus Kaiser und
Walter Kern (von links nach rechts).

Von der rot-grünen Landesregierung erwartet die CDU endlich verlässliche Rahmenbedingungen. "Der Schlüssel für das Gelingen der Inklusion sind ausreichende Ressourcen. Hier ist das Land in der Pflicht und darf sich seiner Verantwortung nicht durch die Hintertür entziehen", wurde Walter Kern deutlich. Die strikte Einhaltung des Konnexitätsprinzips und damit die Kostenerstattung für die Kommunen seien Voraussetzung für alle Maßnahmen zur Inklusion. "Wir fordern klare Regelungen von Rot-Grün, die mit realistischen Zwischenzielen und im Dialog mit allen Beteiligten aufgestellt werden und auch die notwendigen Ressourcen transparent darlegen. Es gilt das Prinzip: Gründlichkeit vor Schnelligkeit", argumentiert auch Cajus Caesar.

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