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CDU-Kreisvorsitzende Kerstin Vieregge im Gespräch mit dem Handelsverband OWL
Vom: 07.04.2017

Mehr Flexibilität gefordert  - ein Appell an die Verbraucher

Der klassische Einzelhandel ist im Umbruch – insbesondere innenstadtrelevante Sortimente, wie z.B. der Textileinzelhandel, leiden unter der zunehmenden  Bedeutung des Online-Handels.  Der Wunsch nach flexiblen Einkaufszeiten - u.a. hervorgerufen durch die Konkurrenz im „World Wide Web“ - fordern vom örtlichen Handel ein hohes Maß an Anpassungsfähigkeit. Über die neuen Herausforderungen im Einzelhandel sprach CDU-Vorsitzende Kerstin Vieregge mit Thomas Voss, Vorsitzender des Handelsverbandes in Lippe und Eigentümer der Mode- und Textil Schlichting GmbH & Co sowie mit Dipl.-Oec. Kai Buhrke, Geschäftsführer des Handelsverbandes in Lippe.

Vieregge, Kerstin und Thomas Voss, HandelsverbandGespräch über den Einzelhandel: CDU-Kreisvorsitzende und Bundestagskandidatin Kerstin Vieregge (Mitte) mit Thomas Voss (li., Vorsitzender Handelsverband OWL in Lippe) und Kai Buhrke (re., Geschäftsführer Handelsverband OWL in Lippe)

Die sich verändernden Wünsche der Verbraucher, die nicht immer optimale Infrastruktur der Innenstädte, die Parkplatz-Situation, das Ladenöffnungsgesetz – sind nur einige Beispiele für die schwierigen Rahmenbedingungen des stationäre Einzelhandels sowohl bundesweit als auch in Lippe, wie die Vertreter des Handels der Bundestagskandidatin Kerstin Vieregge in einem Gespräch erläuterten.

Thema Parkplätze in den Innenstädten: „Die Kommunen sollten dafür sorgen, dass ausreichend und  bezahlbarer Parkraum für den innerstädtischen Handel zur Verfügung steht“, wünscht sich Thomas Voss. Das verknappte Parkplatzangebot in Innenstadtlagen führe zu weniger Kundenfrequenz und damit zu geringen Umsätzen.

Bei der beabsichtigten Einführung einer Feinstaubverordnung, die den Fahrern älterer KFZ den Zugang zu innerstädtischen Lagen gänzlich unmöglich macht, fordert der Handelsverband  Übergangsfristen. Dazu Voss: „So gut der Gedanke auch ist und wir alle frische Luft zum Atmen haben wollen, können sich nicht alle Kunden sofort ein neues Auto kaufen. Wenn sie nicht mehr in die Städte fahren dürfen, werden sie ihr Geld auch nicht vor Ort ausgeben. Die Erreichbarkeit der Geschäfte – auch für den Individualverkehr - muss gewährleistet bleiben“.

Auch die Aufenthaltsqualität in den Städten hat entscheidenden Einfluss auf das Kaufverhalten der Kunden. Voss: „Die vier großen lippischen Städte haben sich diesbezüglich positiv entwickelt. Dennoch gilt es, immer am Ball zu bleiben,  um für eine generelle Aufwertung der Innerstädte zu sorgen.  Für eine zeitgemäße Lebensqualität stehen z.B. moderne Sitzgelegenheiten, eine attraktive Beleuchtung, Grünflächen und innerstädtische  Verweilzonen. Hier ist jede lippische Kommune gefordert, Ihre Hausaufgaben zu machen.“

Zu guter Letzt - da sind sich die Vertreter des Handelsverbands sicher - muss auch der Einzelhändler vor Ort dem Wunsch der Verbraucher nach mehr Zeitflexibilität entgegenkommen dürfen. Buhrke: „Verkaufsoffene Sonntage tragen erheblich zum Jahresumsatz bei. Die Mitarbeiter haben, anders als die Gewerkschaft Verdi behauptet, keine Probleme mit den verkaufsoffenen Sonntagen, da die Stimmung an diesen Tagen bei den Kunden in der Regel  gut ist und die Verkäuferinnen und Verkäufer ihr komplettes Beratungs-Know how einbringen können. Auch die Vergütung ist durch die entsprechenden Zuschläge für Sonntagsarbeit für die Mitarbeiter attraktiv. Trotzdem klagt VERDI gegen diese Veranstaltungen.“ Um hier eine Gleichbehandlung mit den Mitbewerbern im Internet herzustellen, müsste auch der Online-Handel am Sonntag gestoppt werden.  Buhrke: „Die NRW-Landesregierung muss das Ladenöffnungsgesetz dringend nachbessern.“

Das Fazit des Vor-Ort-Gespräches ist für die CDU-Kreisvorsitzende Kerstin Vieregge ein Appell an die Verbraucher: „Sie haben es in der Hand, ob Sie schlechte Arbeitsbedingungen der Online-Anbieter unterstützen oder den Handel vor Ort in unserer Heimat mit erhalten“. 

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