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CDU Kreistagsfraktion besichtigt Hauptstadtflughafen
Vom: 25.04.2014

Im Bus auf der Startbahn

Im Bus mit Höchsttempo auf der Startbahn eines Flughafens zu fahren, wo sonst Passagierflieger abheben, ist nicht gerade alltäglich. Die Mitglieder der CDU-Kreistagsfaktion nutzten die Gelegenheit bei ihrer Tour über das neue Flughafengelände Berlin-Brandenburg (BER).

Elmar Kleinert, ehemaliger Chef des Paderborner Airports und jetziger Betriebsleiter der Berliner Flughäfen hatte ihnen das Großprojekt zuvor erläutert, mit dem der gesamte Luftverkehr der Hauptstadtregion im Südosten Berlins konzentriert werden soll. 

Kreistagsfraktion Flughafen

Die CDU Kreistagsfraktion vor dem Tower des neuen Hauptstadtflughafens.

Auf einen Eröffnungstermin habe Kleinert sich nicht festlegen wollen, berichten die Christdemokraten. Die andauernden Verzögerungen können sie sich nur durch früheres Missmanagement erklären. Die immensen Auswirkungen betreffen über 26 Millionen Passagiere jährlich. Mit dieser Zahl ist Berlin nach Frankfurt und München der derzeit drittgrößte Flughafenstandort in Deutschland. Die beiden funktionsfähigen Airports Tegel und Schönefeld sollen mit Öffnung des BER geschlossen werden. Genau das bereitet Kleinert und der Flughafen GmbH momentan Sorgen: „Sollte dies tatsächlich geschehen, wird der neue Hauptstadtflughafen bereits bei Inbetriebnahme an seine Kapazitätsgrenzen stoßen“, fürchtet er angesichts der erwarteten Steigerungen der Fluggastzahlen in den nächsten Jahren. Um den Engpässen bei der Fluggastabfertigung zu begegnen, beabsichtigten die Verantwortlichen, die Einrichtungen am Schönefelder Flughafen weiter zu nutzen. „Dafür allerdings brauchen wir erst einen politischen Beschluss“, so Kleinert. 

Von den mehrmaligen Terminverschiebungen sieht die CDU Einzelhändler und Gewerbetreibende, die im Umfeld des neuen Airports investiert haben, besonders hart betroffen. Die Möglichkeit, die Flughafen GmbH haftbar zu machen, sei vertraglich ausgeschlossen, bestätigte Kleinert den Christdemokraten. „Wo es geht, bieten wir alternative Standorte an, etwa am Flughafen Schönefeld“, sagte er.

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