Gnisa im Corona-Testlabor Krone

07.07.2020 | Jens Gnisa

CDU-Landratskandidat Jens Gnisa hat sich auf Einladung des Larborleiters Molekulare Diagnostik, Prof. Dr. Carsten Tiemann, zum Labor Krone in Bad Saluflen begeben. Das Labor ist ein großer Arbeitgeber mit rund 500 Arbeitsplätzen und ist, unter anderem vom Kreis Lippe, mit den Corona-Testungen beauftragt.

Zunächst wurden die Abläufe des Labors vorgeführt. Es ist in beeindruckender Weise automatisiert worden. Deshalb ist das Labor besonders leistungsfähig. Dies hat sich in der Corona-Krise besonders bewährt. Labor Krone ist seit Mitte Februar 2020  - auch vom Kreis Lippe - mit den Testungen befasst. Alle Proben werden aufbewahrt. So wird es Wissenschaftlern ermöglicht die Entwicklung des Corona-Virus zu erforschen. In dem Archiv lagern derzeit rund 180.000 Proben.

Es ist möglich zu erforschen woher der Virus kommt wenn ein Ausbruch stattfindet, etwa bei Tönnies: in den Regionen unterscheidet sich der Virus voneinander. Der rumänische Virus ist anders, als der in Deutschland. Die DNA ist entschlüsselt und in Foren hinterlegt. Deshalb lässt sich nun feststellen, ob etwa Armin Laschet mit seiner Behauptung recht hat, der Virus bei Tönnies komme aus Rumänien. Teilweise werden täglich mehr als 10.000 Tests untersucht. Leider gibt es hier noch einen Medienbruch, so dass die Patienten die Testergebnisse nicht unmittelbar abfragen können. Das Labor baut derzeit weiter aus, etwa für ein Lager für Proben, die gekühlt werden müssen. Trotz der Leistungsfähigkeit befinden sich aber die Labore an der Grenze ihrer Möglichkeiten bei den Testungen. Es wurde deshalb davor gewarnt, immer neue Berufsgruppen testen lassen zu können.

Gnisa: "Aus meiner Sicht leistet das Labor eine hervorragende Arbeit und wir können mehr als zufrieden sein, dass es in Lippe ist."  Das Labor ist auch in anderen Bereichen tätig: normale medizinische Untersuchungen, etwa auf Krankheiten hin. Auch forensische Untersuchungen, etwa Abstammungsgutachten. Es gibt mehreren Doktorranden die Möglichkeit eine Doktorarbeit dort unter praktischen Bedingungen zu schreiben. Mit einer Doktorrandin konnte Jens Gnisa sich unterhalten. Sie ist an einem Gerät eingesetzt, bei dem das menschliche Genom innerhalb einer Woche untersucht werden kann. Auch das Folgemodell wurde gezeigt. Es ist nur noch so groß wie eine Steckdosenleiste. Natürlich lassen sich aus den Genomanalysen alle möglichen Schlussfolgerungen etwa zur Wahrscheinlichkeit einer späteren Erkrankung ziehen. Das bringt Gefahren mit sich, die diskutiert werden konnten. Auch die medizinische Fakultät war ein Thema. Das Labor bietet sich als aktiven Partner für die Gesundheitsregion an.