Ein besonderer Abend in Oerlinghausen!
Gestern Abend durften wir NRW-Innenminister Herbert Reul in der Aula des NLG begrüßen. Initiiert wurde die Veranstaltung vom ehemaligen Polizeibeamten und Krimiautor Joachim H. Peters sowie der Buchhandlung Blume Oerlinghausen – vielen Dank für diese tolle Gelegenheit!
Anlass des Abends war Reuls Buch „Sicherheit – Was sich ändern muss“. Eigentlich, so erzählte er, habe er nie die Ambition gehabt, ein Buch zu schreiben – Bücher von Politikern würden schließlich selten große Begeisterung auslösen. Doch seine zahlreichen Vorträge in den vergangenen Jahren überzeugten ihn: Auch Menschen, die ihn nicht live erleben können, sollten Zugang zu seinen Gedanken bekommen.
Im Verlauf des Abends sprach Reul offen über herausfordernde Bereiche seiner Arbeit:
Kindesmissbrauch, u. a. mit Blick auf den Fall Lügde
Die enorme Belastung für Ermittlerinnen und Ermittler, die täglich schweres Material sichten müssen – „Es sind auch nur Menschen und keine Maschinen“, betonte er
Extremismus in jeder Form – ob links, rechts oder islamistisch – bezeichnete er klar als „absoluten Mist“
Gewalttaten im öffentlichen Raum und die Bedeutung konsequenter Sicherheitsarbeit mit Blick auf Waffenverbotszonen in NRW
Trotz aller Herausforderungen blickt Reul optimistisch in die Zukunft: Deutschland – und NRW besonders – habe im internationalen Vergleich eine solide Ausgangslage in Sachen Kriminalität. „Die Nummer ist wichtig – und wir lassen uns das nicht kaputt machen.“
Besonders beeindruckend: Seine Bodenständigkeit. Reul setzt auf kleine, aber konsequente Schritte – und beantwortete auch die letzte Frage des Abends wie ein „lupenreiner Demokrat“.
Der Erlös der Veranstaltung geht an die Polizei-Stiftung NRW, die Polizeibeschäftigte und ihre Familien unterstützt, wenn reguläre Leistungen nicht ausreichen – zum Beispiel nach schweren Verletzungen, Traumatisierungen oder im Todesfall. Eine wichtige und wertvolle Arbeit!
Vielen Dank, Herr Minister Reul, für Ihren Besuch in Oerlinghausen. Es war ein spannender, ehrlicher und sehr menschlicher Einblick in Ihre Arbeit und eine besondere Gelegenheit, einen Politiker zu erleben, der nicht nur Amtsträger, sondern auch Mensch geblieben ist.