Gnisa sagt lippischen Metzgern Unterstützung zu

09.07.2020 | Jens Gnisa

CDU-Landratskandidat Jens Gnisa hat sich in Jeanny's Essbar in Barntrup mit vier Metzgern aus Nordlippe getroffen, die allesamt noch selbst schlachten. Dabei stand die Perspektive des regionalen Metzgergewerbes in Lippe im Vordergrund.

Alle beziehen ihre Tiere aus der näheren Umgebung. Die meisten haben nur einen Landwirt, mit dem sie zusammenarbeiten. Die Stimmung war angesichts der Tönnies-Krise, die zur allgemeinen Corona-Lage dazukommt, schlecht. Das Partygeschäft ist nahezu weggefallen. Das Ladengeschäft laufe demgegenüber aktuell etwas besser, was die Unternehmer allerdings aktuell wenig tröstet.

Als problematisch beurteilen sie vor allem den Ruf des Metzgergewerbes. Sie stünden ganz unten in der Skala. Im Fleischgeschäft selbst habe sich Tönnies zu einem Monopol entwickelt, ohne den nichts mehr gehe. Die öffentlichen Schlachthöfe seien geschlossen worden, den örtlichen Schlachtern werde das Leben durch ständig neue Auflagen vor allem von der EU, immer schwerer gemacht, viele hätten geschlossen, weil sich die Investitionen gar nicht mehr lohnen würden. Die Gebührenordnung des Kreises wurde angesprochen. Jens Gnisa betonte, dass es ihm wichtig ist regionale Lebensmittel zu fördern. Dazu gehören für ihn auch und ganz vorne die Metzger. "Ich möchte nicht, dass Unternehmen wie Tönnies den Fleischmarkt unangefochten beherrschen und der Staat den Eindruck macht, diesen nicht in den Griff zu bekommen. In einem ersten Schritt müssen wir deshalb das, was noch vorhanden ist, sichern. Ich sage den regionalen Metzgern meine Unterstützung zu" so Gnisa.

Das Thema regionale Lebensmittel werde er kontinuierlich bis zur Wahl weiter bearbeiten. Hier hängt für ihn alles zusammen: Ernährung der Familien, Natur, Landwirtschaft und auch CO2-Vermeidung.